22.12.2015
Blog
EUROPORTFOLIO - Jahresrückblick 2015 für das österreichische Chapter

Liebe Mitglieder, liebe KollegInnen,

das österreichische Chapter von EUROPORTFOLIO freut sich per 22.12.2015 über 49 Mitglieder und hofft, mit Jahresende noch das halbe Hundert an Mitgliedern zu erreichen. Leider haben nur wenige von Ihnen die Möglichkeit genutzt, mehr über sich und Ihre Aktivitäten auf dem Portal zu publizieren. Deshalb beschränkt sich der Jahresrückblick im Wesentlichen auf die Aktivitäten der Gründer-Institutionen des österreichischen Chapters – IMB der Donau-Universität Krems, ZLI der Pädagogischen Hochschule Wien und Department 4 der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich.

Falls Sie uns über Aktivitäten informieren wollen, können Sie dies technisch sehr unaufwändig via Kommentar-Funktion am Ende dieses Beitrags tun (Sie müssen dafür im Portal eingeloggt sein). Andrea Ghoneim freut sich auch über Rückmeldungen per E-Mail – nicht nur über Ihre Aktivitäten, sondern durchaus auch zu den Funktionalitäten des EUROPORTFOLIO-Portals…

Wir wünschen angenehme Lektüre unserer Bilanzen (siehe unten) und hoffen auf ein gelegentliches persönliches Kennenlernen – vielleicht wären der eBazar (3. März 2016, PH Wien) oder die EDU|days (30. bis 31. März 2016, Donau-Universität Krems) eine gute Möglichkeit dafür?

Mit den besten Wünschen für erholsame Feiertage, einen schönen Jahresausklang und ein gutes Neues Jahr grüßen Sie/euch herzlich

Andrea Ghoneim, Peter Groissböck und Klaus Himpsl-Gutermann

 

Einige Höhepunkte der Arbeit mit E-Portfolios am IMB der Donau-Universität Krems

E-Portfolios spielen eine wichtige Rolle am Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien (IMB) der Donau-Universität Krems. Unter anderem begleiten sie die Studierenden der Master-Lehrgänge eEducation und Personalmanagement und Kompetenzentwicklung mit Neuen Medien.

Am IMB stehen E-Portfolios auch im Zentrum verschiedener Projekte. Das EU-Projekt EUfolio. EU classroom ePortfolios ging der These auf den Grund, dass E-Portfolios als Katalysator für neues, kompetenzorientiertes Lehren und Lernen dienen können. E-Portfolios wurden an 72 Schulen (für 10-15-jährige SchülerInnen) in 5 Ländern implementiert. Das IMB unterstützte anderem durch eine Prozesspezifikation und eine Funktionale Spezifikation für E-Portfolios. EUfolio wurde im April 2015 erfolgreich abgeschlossen. Deutschsprachige Ressourcen sind in einer E-Portfolio-Ansicht versammelt.

Das ERasmus+ Projekt Assessment of Transversal Skills (ATS2020) baut auf den in EUfolio gesammelten Erfahrungen auf und untersucht die Bewertung fächerübergreifender Fähigkeiten. Für Selbst-Evaluierung, Peer-Feedback und formative Beurteilung durch die Lehrenden stellen E-Portfolios ebenfalls eine hervorragende Basis dar. Auch hier gibt eine deutsch-englische E-Portfolio-Ansicht zusätzlich zur Projektwebsite einen Einblick in die Aktivitäten des IMB im seit März 2015 laufenden Projekt.

Das IMB ist auch stolz darauf, für EUROPORTFOLIO unter anderem folgende Ressourcen mitentwickelt zu haben:

Über weitere Aktivitäten des IMB informieren Sie unsere News.

 

ZLI der Pädagogischen Hochschule Wien

Am Zentrum für Lerntechnologie und Innovation (ZLI) der PH Wien können Aktivitäten – die unter anderem die Arbeit mit und über E-Portfolios umfassen - über den Blog des ZLI mitverfolgt werden.

Im Februar 2015 wurden die Ergebnisse der „E-Portfolio for KidZ-Studie“ veröffentlicht. Für diese Studie wurden zunächst Orte an Schulen und Pädagogischen Hochschulen in Österreich identifiziert, an denen mit E-Portfolios gearbeitet wird. Aus diesen Lehr-Lern-Hotspots wurden Beispiele guter Praxis ausgewählt, die (unter anderem auf Basis von ExpertInneninterviews) näher untersucht und in einem Studien-Portfolio dokumentiert wurden. KidZ und das ZLI waren und sind auch mit dem Projekt EUfolio vernetzt, in dessen Rahmen eine irische Delegation den eBazar der PH Wien  besuchte und KidZ bei der EUfolio Abschlusskonferenz in Irland durch Klaus Himpsl-Gutermann vorgestellt wurde. Die „E-Portfolio for KidZ Studie“ wurde bei zahlreichen weiteren Besuchen am ZLI (zuletzt aus Finnland) und auf einer Reihe von Fachkongressen vorgestellt. Details finden Sie hier.

Bei der eEducation Sommertagung des bm:bf organisierten Klaus Himpsl-Gutermann und Petra Szucsich einen Workshop zum Thema „Reflexive Praxis mit ePortfolios". Aus Nyon war Dominique Alain-Jan im Oktober zu Gast am ZLI der PH Wien. Dieser international anerkannte E-Portfolio Experte führte unter anderem Interviews mit Lehrenden und Studierenden der PH Wien, die mit E-Portfolios arbeiten bzw. gearbeitet haben. Neben Klaus Himpsl-Gutermann war einer der Interviewpartner Reinhard Bauer vom ZLI, der neben seinen eigenen E-Portfolio-Erfahrungen über zwei aktuelle ZLI-Projekte Auskunft gab: das interne Entwicklungsprojekt EPOS (E-Portfolios in der Schulpraxis) und das Erasmus+ Projekt PREPARE (Promoting Reflective Practice in the Training of Teachers using ePortfolios), das im Jänner 2016 offiziell beginnen wird. Beide Projekte beschäftigen sich mit der Stärkung der Reflexionskompetenz der Studierenden in der Begleitung der ersten eigenen Unterrichtserfahrungen durch ein E-Portfolio, wobei zusätzlich zur Verwendung von Mahara mit der Analyse von Unterrichtsvideos gearbeitet wird. Einen Einblick in die E-Portfolioarbeit auf Basis eines schreibdidaktischen Lern-Arrangements gibt eine Portfolioansicht von Reinhard Bauer.

Im Sommer 2015 ist aus der Mahara-Sammlung zum Thema ePortfolio auf Initiative des ZLI im KidZ-Projekt die Idee entstanden, die Aktivitäten der KidZ-Klassen in einem „Schaufenster“ ebenfalls als E-Portfolio sichtbar zu machen. Aus der Idee ist inzwischen ein weiteres Projekt in Zusammenarbeit mit der Education Group entstanden, das im Schuljahr 2015/2016 etwa 40 Schaufenster zu KidZ-Schulen auf mahara.at bereitstellen wird und im darauffolgenden Jahr zum Ziel hat, alle KidZ-Schulen mit einem „Schaufenster des Lernens“ zu erfassen. Erste „öffentlich sichtbare Ergebnisse“ in diesem Projekt sind für Juni 2016 zu erwarten.

 

E-Portfolio Aktivitäten der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich (PH NÖ)

E-Portfolios in den Schulpraktischen Studien
Nach jahrelangem Testlauf wurden bereits im Studienjahr 2014/15 an der PH-NÖ in den Schulpraktischen Studien flächendeckend E-Portfolios eingesetzt. Das bedeutet, dass alle Studierenden der Bachelorstudien zur Volksschule, Sonderschule und Neue Mittelschule eine digitale Sammelmappe auf Mahara anstelle der herkömmlichen Praxismappe führen. Im Jahr 2015 standen wir vor der Herausforderung, dieses System auch in der neuen Studium Primarstufenpädagogik, das das Bachelorstudium zu Volksschule und Sonderschule auf der Grundlage eines völlig neuen Curriculums ersetzt, in digitaler Form weiterzuführen. Dieses Vorhaben ist gelungen, was zur Folge hat, dass auch weiterhin alle Studierende im neuen Bachelorstudium Primarstufenpädagogik im Rahmen der Schulpraktischen Studien E-Portfolios erstellen.

E-Portfolios in den Masterlehrgängen
Nachdem bereits seit 2013 ein Masterstudiengang zum Thema Mentoring nach dem „3-Säulen-Modell für E-Portfolios in Lehrgängen der Erwachsenenbildung“ (Groißböck, 2013) begleitet wird, starteten im Jahr 2015 zwei neue Masterstudiengänge zum Thema Mentoring und Schulmanagement nach eben diesem Modell. Daher wird gegenwärtig in 3 Masterstudiengängen auf die Verwendung eines Learning Management Systems verzichtet und Mahara in Doppelfunktion als E-Portfolio Lösung und LMS verwendet, um sich zusätzlichen Schulungsaufwand zu ersparen. Auch 2016 wird ein weiter Masterstudiengang zum Thema Berufsorientierung nach diesem Modell an der PH-NÖ starten.

E-Portfolios im Lehrgang Berufseinstieg
Auch im Lehrgang Berufseinstieg werden von den Junglehrerinnen und – lehrern E-Portfolios im Rahmen ihres persönlichen Professionalisierungsprozesses innerhalb ihrer ersten beiden Berufsjahren erstellt. Neben dieser recht traditionellen E-Portfolio Nutzung wurden auch erstmals Inverted Classrooms installiert, die ebenfalls über die E-Portfolio Software Mahara realisiert werden. So wurden 2015 fünf Inverted Classrooms zu den Themen PH-Online & Reiserechnung, Arbeiten mit Mahara, Arbeiten mit LMS, Digitale Werkzeuge zur Unterrichtsgestaltung und Datenschutz & Datensicherheit mit Mahara erstellt und ermöglichen damit den Junglehrkräften zeit- und ortsungebundenes Arbeiten.

 

Weitere Informationen rund um E-Portfolios gibt es in deutscher Sprache auf den Seiten des sehr aktiven Deutschen Chapters von EUROPORTFOLIO. Seit kurzem freut sich EUROPORTFOLIO auch über ein Schweizer Chapter, in dem derzeit (noch) auf Englisch kommuniziert wird. Wir wünschen auch den KollegInnen aus Deutschland und der Schweiz ein schönes Neues Jahr und hoffen auf (weitere) gute Zusammenarbeit.

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